Social Media, zu deutsch wunderschön “Soziale Medien”, ist in aller Munde. Kein Tag vergeht in Print- und Online Medien ohne Diskussionen zu Facebook und Twitter, den derzeitigen Platzhirschen. Für die einen versprechen diese Anwendungen neue Kommunikationsmöglichkeiten und vielfältige Vernetzung mit Menschen rund um den Globus. Für die anderen den Ausverkauf des Privatlebens und die totale Kontrolle durch einige wenige den Markt beherrschende Konzerne.
Eine gute Einführung in des Thema bietet der Beitrag “Der Dialog als Chance” von Hannes Offenbacher vom Jänner 2010. Als die “Die Rückkehr der Dörflichkeit” bezeichnet er in diesem den Zulauf zu sozialen Netzwerken der letzten Jahre. Was aber bedeutet dieses Thema für Unternehmen die sich zu Corporate Social Responsibility und Nachhaltigkeit bekennen?
Wenn man im 2009 erschienenen Leitbild “Erfolg mit Verantwortung” nachschlägt, findet man im Kapitel “Kommunikation und Transparenz” unter anderem den Punkt
Unternehmen mit Verantwortung … schaffen Transparenz durch regelmäßige, wahrheitsgetreue und vollständige Informationen über ihre ökonomische Lage und ihren Einfluss auf Umwelt und Gesellschaft.
Genau hier gilt es für Unternehmen anzuknüpfen und soziale Medien zu nutzen um mehr Transparenz zu schaffen und besser, ausführlicher und zeitnaher zu informieren. So können online verfügbare Nachhaltigkeitsberichte nicht nur einfacher vom Nutzer durchsucht werden, sie lassen sich auch übersichtlicher gliedern, lassen sich aktualisieren und würden auch die Möglichkeit für direktes Feedback zulassen.
An anderer Stelle im selben Kapitel liest man
Unternehmen mit Verantwortung… gehen konstruktiv mit Feedback, Beschwerden und Anregungen um und sehen Schwachpunkte als Chance für Verbesserungen, statt sie zu verstecken oder zu beschönigen.
Unternehmen sehen die Unberechenbarkeit mit der sich (schlechte) Neuigkeiten im Netz verbreiten können vor allem als Gefahr an. Eben weil diese Nachrichten nicht kontrolliert werden können. Jedoch nur wenn Unternehmen auch aktiv in diese Informationsströme eingreifen – und zwar konstruktiv und im Dialog auf Augenhöhe – besteht die Möglichkeit die Meinung auch mit zu beeinflussen. Die MitarbeiterInnen, KundInnen, Geschäftspartner, Investoren der Gegenwart sind nun einmal zunehmend vernetzt und deshalb müssen es die Unternehmen in Zukunft ebenfalls sein, wenn sie nicht wollen, dass man hinter ihrem Rücken über sie redet. Bei einem englischsprachigen Seminar, das ich dieses Jahr besuchen durfte wurden die Anforderungen an Kommunikation, Public Relations und Dialog in diesem Bereich dabei wie folgt – wie ich finde sehr passend – umrissen:
The rules of good communication still apply to these new forms of communication: delivering the right message to the right people at the right time and in the right way, to get the right reactions.
So weit ein kurzer Abriss zum Thema aus Anlass der Übersiedlung und Neugestaltung unseres Blogs … der jetzt endlich auch mit Kommentarfunktion ausgestattet ist.

